sPatch
Ein spline/Patch-Basierter Modeller für organische und sanfte Objekte

Die Übersicht:

sPatch - Oberfläche
sPatch 1.0 läuft unter Win95/NT und ist Freeware. Die Homepage ist unter http://www.cableone.net/alyson/spatch.html zu finden. Abgesehen davon ist es auch nur ca. 700 Kb groß....

Wie es schon im Titel so schön heißt, sPatch ist ein spline-basierter Modeller. Splines sind einfache Linien zwischen zwei Punkten, die in ihrer Ausdehnung stark beeinflußt werden können, und dank dieser Methode kann man ohne schwieriges Von-Hand-Modelling mit manueller Knotensetzung geschwungene Linien ziehen, was sich besonders bei organischen oder sanft geformten Objekten wie z.B. einem Auto auswirkt.
Die andere Bezeichnung für das Programm trägt den Titel "patch-basiert". Patches sind jetzt Flächen, die aus mehreren Punkten bestehen können, und die ebenfalls einfach in ihrer Oberfläche deformiert werden können, durch einfaches ziehen von Kontroll-Punkten.
Eigentlich kann man beide Begriffe Patch/Splines nicht so einfach trennen, da sie eigentlich immer gepaart auftreten, daher trägt das Programm ja den Namen s(pline)Patch. :-)

Mit sPatch kann man Objekte wie Vasen, Schuhe, Autos, und und und ohne großen Aufwand erstellen. Das entstandene Bild kann als DXF/POV/VRML-Format exportiert werden.
Im POV-Format werden alle Objekte als Beziér-Patches exportiert und sehen daher beim Rendern sehr "rund" aus. DXF-Dateien können in verschiedener Polygon-Dichte abgespeichert werden (8/32/98) wobei man eigentlich nur letzteres empfehlen kann, da die Objekte ansonsten doch sehr eckig werden.
Das liegt daran, daß das DXF-Format nur Dreiecks-Daten abspeichert.
DXF-Dateien können später in so ziemlich alles konvertiert werden, wie z.B. in das Lightwave- (LWO), 3D-Studio- (3DS) und natürlich auch Moray- (mittels UDO/INC-Konverter) Format.
Problematisch hierbei wird nur, daß Triangle-Dateien sehr schnell sehr groß werden und dann beim Rendern auch dementsprechend viel RAM benötigen.
Bei mir sind diese UDO/INC-Dateien durchschnittlich 2-3 MB groß.
Ein weiteres Problem besteht darin, daß DXF-Objekte nur als ein einziges, vollständiges Objekt exportiert werden und daher nur in einer einzigen Textur angemalt werden können. Ausweg wären hier nur Imagemaps und Programme wie Fractal Design Detailer, um solche Maps in Echtzeit aufzutragen.
Leider ein sehr starker Wehmutstropfen.

Das Dateiformat von sPatch selbst ist in Klartext gehalten, läßt sich also auch später von Präzisions-Fanatikern nachgeändert werden. Dadurch läßt es sich sehr gut komprimieren und kann daher idealerweise per eMail verschickt werden.

Das Programm kommt zudem mit einem eingebauten OpenGL-Preview-Fenster daher, was eine (zwar etwas grobe) aber doch sehr flüssige Vorschau auf das eigene Objekt liefert und an dem man schnell sehen kann, wenn eine Fläche nicht ausgefüllt wird - aber dazu später mehr.


Die Oberfläche von sPatch

© 1997  Garvin Hicking, me@supergarv.de