Mittwoch, 23. Juni 2004
Buchmarathon: Anita Blake, Vicki Nelson
Vielleicht sollte ich mal nachtragen, was ich in letzter Zeit so lese. Immerhin nämlich soviel, dass ich in für mich untypischem Tempo schon nach 2 Wochen mit einem Buch fertig bin.
Vor längerem bereits hatte ich mir Bücher der Serie von 'Vampire Hunter Anita Blake' und Bücher der 'Private Investigator Victory Nelson' zugelegt.
Nachdem ich Blood Price über Gelegenheits-Dämonenjägerin Vicky Nelson und Henry schon vor einiger Zeit gelesen hatte, war nun Blood Trail und Blood Lines an der Reihe.
Ersteres handelt von einer Jagd nach einer Person, die befreundete Werwölfe erschießt. Die Eigenheiten der Werwölfe werden recht nett beschrieben, die Wandlung Mensch/Wolf aus ganz interessanten Ecken beleuchtet, so dass die Materie hier wirklich Spaß macht.
Das zweite Buch handelt von einer urig-alten Mumie die in der Neuzeit erwacht und mit ihren magischen Fähigkeiten ganz Toronto unterjochen will. Von der Stimmung das bisherige absolute Highlight der Buchserie, leider ist das Ende etwas über's Knie gebrochen.
Beide Bücher lesen sich einfach und flott "von der Stange", sind spannend und unterhaltsam. Jedoch empfinde ich die Charaktere eigentlich als sehr flach; vom Vampir Henry bekommt man in beiden Büchern nicht sehr viel mit, und Vicky hat wenig Ecken und Kanten ausser ihrer Augenprobleme, die sie wirklich unique machen.
Alle drei Bücher verlaufen nach einem schnell zu durchblickendem Prinzip: Es kommt ein Bösewicht ins Spiel, den man durch die 3rd-Person-Perspektive des Buches sofort erfährt. Es folgen mehr oder weniger blöde Zufälle durch die die Protagonisten mit dem Bösewicht frühzeitig in Kontakt kommen aber nichts voneinander denken. Die Lage spitzt sich zu, einer der Protagonisten kriegt arge Probleme bis dann dder Bösewicht entlarvt/entdeckt wird. Das ist insofern recht spannend, weil man mit den Protagonisten mitfiebert und ihnen handlungstechnisch einen Schritt voraus ist.
Vor längerem bereits hatte ich mir Bücher der Serie von 'Vampire Hunter Anita Blake' und Bücher der 'Private Investigator Victory Nelson' zugelegt.
Nachdem ich Blood Price über Gelegenheits-Dämonenjägerin Vicky Nelson und Henry schon vor einiger Zeit gelesen hatte, war nun Blood Trail und Blood Lines an der Reihe.
Ersteres handelt von einer Jagd nach einer Person, die befreundete Werwölfe erschießt. Die Eigenheiten der Werwölfe werden recht nett beschrieben, die Wandlung Mensch/Wolf aus ganz interessanten Ecken beleuchtet, so dass die Materie hier wirklich Spaß macht.
Das zweite Buch handelt von einer urig-alten Mumie die in der Neuzeit erwacht und mit ihren magischen Fähigkeiten ganz Toronto unterjochen will. Von der Stimmung das bisherige absolute Highlight der Buchserie, leider ist das Ende etwas über's Knie gebrochen.
Beide Bücher lesen sich einfach und flott "von der Stange", sind spannend und unterhaltsam. Jedoch empfinde ich die Charaktere eigentlich als sehr flach; vom Vampir Henry bekommt man in beiden Büchern nicht sehr viel mit, und Vicky hat wenig Ecken und Kanten ausser ihrer Augenprobleme, die sie wirklich unique machen.
Alle drei Bücher verlaufen nach einem schnell zu durchblickendem Prinzip: Es kommt ein Bösewicht ins Spiel, den man durch die 3rd-Person-Perspektive des Buches sofort erfährt. Es folgen mehr oder weniger blöde Zufälle durch die die Protagonisten mit dem Bösewicht frühzeitig in Kontakt kommen aber nichts voneinander denken. Die Lage spitzt sich zu, einer der Protagonisten kriegt arge Probleme bis dann dder Bösewicht entlarvt/entdeckt wird. Das ist insofern recht spannend, weil man mit den Protagonisten mitfiebert und ihnen handlungstechnisch einen Schritt voraus ist.
Hier ist also weniger die Frage des "whodunnit" im Vordergrund, sondern ein unterhaltsames "Fang' den Hut"-Spiel. Was in allen drei Teilen ebenfalls sehr müßig ist, ist die ständige neuerliche Charaktereinführung. Mindestens die Hälfte eines jeden Buches geht für Beschreibungen und Eigenschaften der Personen drauf, die man eigentlich schon weiß. Daher ist bei dieser Serie eigentlich nach 3 Büchern hintereinander Schluss.
Daher war ich auch ganz dankbar, dass ich Nachschub in Form von Anita Blake hatte. Vor längerem lies ich ja bereits Guilty Pleasures, und die nächsten beiden Teile waren The Laughing Corpse sowie Circus of the Damned.
Wie alle Anita Blake Bücher ist die Handlung der einzelnen Teile schwer zu beschreiben; es laufen immer mehrere Handlungsstränge parallel, auch wenn sie am Ende immer zusammen finden. So handelt The Laughing Corpse von einer mächtigen Vodun-Priesterin und einem amoklaufenden Killerzombie, und Circus of the Damned von einer kleinen Fehde unter den Master-Vampiren. Diese wollen die Stadt unter sich aufteilen, wobei Anita zwischen die Fronten gerät.
Der große Unterschied von Anita und Vicky ist die Kontinuität des Blake-Universums. Jedes Buch knüpft eigentlich nahtlos an das andere an und entwickelt die Story konsistent weiter. Die Erstbegegnung Anitas mit dem Master-Vampir Jean-Claude führte schnell dazu, dass dieser sie als ihren Menschlichen Diener nutzen wollte. Dank Anitas nekromantischen Fähigkeiten ist das garnicht mal so einfach, trotz der 2 Markierungen die sie von Jean-Claude unfreiwillig erhielt. 2 weitere würden sie nämlich schnell zur Untergebenen von ihm machen, was die toughe Anita natürlich nicht gerne sieht.
Die Bücher über Anita lesen sich tatsächlich wie auf dem Cover beschrieben als eine "R-Rated Buffy-Slayer"-Lektüre. Es geht aktiongeladen her, so ziemlich jeder Monstertyp ist vertreten. Von Lykantropen über Zombies, Ghouls, Geister, Vampire, Trollen, Drachen, Nekromanten, Voodoo-Priester über Slayer sammelt sich alles, was die Mythologie hergibt.
Blut und vor allem derb-präzise Schilderungen der organischen Blutumgebung halten ebenfalls exzessiven Einzug. Laurell K. Hamilton, die Autorin der Bücher, hat eine recht graphische Art und Weise dies zu beschreiben, dennoch finde ich es aufgrund der Buchform nicht wirklich erschreckend.
Wie schon erwähnt zeichnet Anita die ständig vorherrschende Action aus. Von Kapitel zu Kapitel stößt sie so jedem Bösewicht an den Kopf, der ihr über den Weg läuft. Ihr Outfit und ihre Bewaffnung bei jedem Verlassen des Hauses wird in quälender Ausführlichkeit beschrieben, was mir nach 3 Büchern schon etwas übel aufstößt.
Was Hamilton in der Serie gut löst ist die gesunde Mischung aus Einsteigerhilfe für Serienfremde und wenig ausführliche Charakterbeschreibungswiederholungen für fortgeschrittene Leser. Zwar werden die grundsätzlichen Eigenschaften erneut erklärt, aber je weiter man in der Serie fortschreitet, desto weniger Wiederholung gibt es.
Größter Kritikpunkt für mich ist die sehr gehäufte Wiederholung mehrerer Phrasen und die identischen Storyabläufe. Natürlich ist das Buch sehr umgangssprachlich gehalten, da es eben Anita ist, die über ihre Erlebnisse aus erster Hand berichtet. Natürlich übertreibt sie dabei oft und stellt sich selber als Helden heraus, wie Egomanen und Einzelgänger nunmal so sind. Aber störend oft liest man Sätze wie rhetorische "Riii-iight."'s - oder auch "but it beat the heck out of [insert favorite flameword here]". Eine Liste solcher oft wiederkehrender Redewendungen könnte man länger fortführen; für mich ist es eine Vernachlässigung des Autoren, so etwas nicht auszudünnen.
Der Storyablauf folgt grundsätzlich dem Schema: Anita geht ihrer Animator-Arbeit nach und entdeckt etwas merkwürdiges, das sie aber nicht weiter beschäftigt. Dann ruft Dolph von der Polizei an, es gab einen komischen Mord. Anita schaut sich die Leichen an, es wird viel beschrieben. Anita erfährt etwas von einem überstarken Bösewicht und muss ihn aufspüren. Auf dem Heimweg wird Anita von einem Bösewicht gekidnappt oder spät in der Nacht belästigt und es wird ein zweiter Bösewicht offensichtlich. Danach wird Anita von A nach B gehetzt, andere Monster zwingen sie zu Tête-a-Têtes oder romantischen Abenden, und am Ende stellt sich heraus dass alles miteinander zu tun hat.
Gerade lese ich den nächsten Teil, The Lunatic Cafe das mir aufgrund der oben genannten Übereinstimmungen wenig Spaß macht; vor allem ist die romantische Seite Anitas stark herausgekehrt, was ich doch schon ziemlich uninteressant finde. Aber ich denke eine Pause nach 3 Büchern ist auch angemessen.
Denn heute kommt aller Planung nach mein neuester Lesestoff: Angels & Demons von Dan Brown. Im Deutschen bekannt als 'Illuminati'. Ein überaus gelobtes Buch über eine Weltverschwörung, mit angeblich fundierter Hintergrundrecherche. Da bin ich mal gespannt.
Daher war ich auch ganz dankbar, dass ich Nachschub in Form von Anita Blake hatte. Vor längerem lies ich ja bereits Guilty Pleasures, und die nächsten beiden Teile waren The Laughing Corpse sowie Circus of the Damned.
Wie alle Anita Blake Bücher ist die Handlung der einzelnen Teile schwer zu beschreiben; es laufen immer mehrere Handlungsstränge parallel, auch wenn sie am Ende immer zusammen finden. So handelt The Laughing Corpse von einer mächtigen Vodun-Priesterin und einem amoklaufenden Killerzombie, und Circus of the Damned von einer kleinen Fehde unter den Master-Vampiren. Diese wollen die Stadt unter sich aufteilen, wobei Anita zwischen die Fronten gerät.
Der große Unterschied von Anita und Vicky ist die Kontinuität des Blake-Universums. Jedes Buch knüpft eigentlich nahtlos an das andere an und entwickelt die Story konsistent weiter. Die Erstbegegnung Anitas mit dem Master-Vampir Jean-Claude führte schnell dazu, dass dieser sie als ihren Menschlichen Diener nutzen wollte. Dank Anitas nekromantischen Fähigkeiten ist das garnicht mal so einfach, trotz der 2 Markierungen die sie von Jean-Claude unfreiwillig erhielt. 2 weitere würden sie nämlich schnell zur Untergebenen von ihm machen, was die toughe Anita natürlich nicht gerne sieht.
Die Bücher über Anita lesen sich tatsächlich wie auf dem Cover beschrieben als eine "R-Rated Buffy-Slayer"-Lektüre. Es geht aktiongeladen her, so ziemlich jeder Monstertyp ist vertreten. Von Lykantropen über Zombies, Ghouls, Geister, Vampire, Trollen, Drachen, Nekromanten, Voodoo-Priester über Slayer sammelt sich alles, was die Mythologie hergibt.
Blut und vor allem derb-präzise Schilderungen der organischen Blutumgebung halten ebenfalls exzessiven Einzug. Laurell K. Hamilton, die Autorin der Bücher, hat eine recht graphische Art und Weise dies zu beschreiben, dennoch finde ich es aufgrund der Buchform nicht wirklich erschreckend.
Wie schon erwähnt zeichnet Anita die ständig vorherrschende Action aus. Von Kapitel zu Kapitel stößt sie so jedem Bösewicht an den Kopf, der ihr über den Weg läuft. Ihr Outfit und ihre Bewaffnung bei jedem Verlassen des Hauses wird in quälender Ausführlichkeit beschrieben, was mir nach 3 Büchern schon etwas übel aufstößt.
Was Hamilton in der Serie gut löst ist die gesunde Mischung aus Einsteigerhilfe für Serienfremde und wenig ausführliche Charakterbeschreibungswiederholungen für fortgeschrittene Leser. Zwar werden die grundsätzlichen Eigenschaften erneut erklärt, aber je weiter man in der Serie fortschreitet, desto weniger Wiederholung gibt es.
Größter Kritikpunkt für mich ist die sehr gehäufte Wiederholung mehrerer Phrasen und die identischen Storyabläufe. Natürlich ist das Buch sehr umgangssprachlich gehalten, da es eben Anita ist, die über ihre Erlebnisse aus erster Hand berichtet. Natürlich übertreibt sie dabei oft und stellt sich selber als Helden heraus, wie Egomanen und Einzelgänger nunmal so sind. Aber störend oft liest man Sätze wie rhetorische "Riii-iight."'s - oder auch "but it beat the heck out of [insert favorite flameword here]". Eine Liste solcher oft wiederkehrender Redewendungen könnte man länger fortführen; für mich ist es eine Vernachlässigung des Autoren, so etwas nicht auszudünnen.
Der Storyablauf folgt grundsätzlich dem Schema: Anita geht ihrer Animator-Arbeit nach und entdeckt etwas merkwürdiges, das sie aber nicht weiter beschäftigt. Dann ruft Dolph von der Polizei an, es gab einen komischen Mord. Anita schaut sich die Leichen an, es wird viel beschrieben. Anita erfährt etwas von einem überstarken Bösewicht und muss ihn aufspüren. Auf dem Heimweg wird Anita von einem Bösewicht gekidnappt oder spät in der Nacht belästigt und es wird ein zweiter Bösewicht offensichtlich. Danach wird Anita von A nach B gehetzt, andere Monster zwingen sie zu Tête-a-Têtes oder romantischen Abenden, und am Ende stellt sich heraus dass alles miteinander zu tun hat.
Gerade lese ich den nächsten Teil, The Lunatic Cafe das mir aufgrund der oben genannten Übereinstimmungen wenig Spaß macht; vor allem ist die romantische Seite Anitas stark herausgekehrt, was ich doch schon ziemlich uninteressant finde. Aber ich denke eine Pause nach 3 Büchern ist auch angemessen.
Denn heute kommt aller Planung nach mein neuester Lesestoff: Angels & Demons von Dan Brown. Im Deutschen bekannt als 'Illuminati'. Ein überaus gelobtes Buch über eine Weltverschwörung, mit angeblich fundierter Hintergrundrecherche. Da bin ich mal gespannt.

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Kommentare
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#1
Lars
am
23.06.2004 18:17
Hab die ersten 20 Seiten gelesen: Flüssiger Schreibstil, schön deskriptiv aber nicht zu 'verbose'. Das Buch fühlt sich gut an, nicht so wie der sonstige Ami-Einheitsbrei mit billigen Recycling-Seiten.
Beim lesen stellt man sich schon den passenden Film dazu vor, liest sich schon etwas so, wie man Tom Clancy ansehen kann.


















