Freitag, 30. Januar 2004
Sneak: Pieces of April
Heute habe ich gemeinsam mit Emba mal wieder die Sneak im Bonner Stern heimgesucht. Ein kurzer Blick in die Liste der demnächst erscheinenden Kinofilme sagte mir so ziemlich garnichts. Insgeheim hatte ich zwar auf Cold Creek Manor getippt, aber war mit dieser Vorahnung auch nicht so glücklich.
Stattdessen wurden wir mit einem Film überrascht, der uns mit den Worten "Keine Ahnung was das ist, nie gehört, könnte so ein holländischer Drogenfilm sein" angekündigt wurde. Und nur von einer einzigen Person im Kinosaal richtig vorausgesagt wurde:
Der Film beginnt mit einer wackelnden Kameraaufnahme. Der erste Gedanke der mir durch den Kopf schießt: "Oh nein, ein pseudokünstlerischer Heimvideo-Film, der die nächsten 100 Minuten mit Alltagsgeschichten und sozialen Konflikten verbringen wird und dabei ganz tierisch nervt". Innerlich sackte ich zusammen, und der Blick herüber zu Emba lässt bei ihr ähnliche Gefühlsregungen vermuten. Man sieht also auf der Leinwand eine Frau mit scheusslicher Pisspott-Frisur im Bett liegen. Neben ihr liegt ein Afro-Amerikaner (ist das politisch korrekt?). Die wackelnde Digital-Kamera schwenkt hin und her zwischen der Frau und dem Mann, wie sie sich unterhalten. Die Frau will nicht aufstehen. Ihr Freund nervt sie, genau das zu tun. Mehrere Filmschnitte verschönern die Szene, und ich sehe meine düstere Vorahnung immer weiter gestärkt.
Auf einmal hüpft der Mann auf dem Bett herum, zwingt die Frau zum Aufstehen und schleppt sie auf einmal schreiend aus dem Bett und stellt sie unter die Dusche, was sie kreischend und genervt wohl nicht gut findet.
Bingo, obwohl ich es überhaupt nicht wollte muss ich anfangen zu schmunzeln. Der Blick herüber zu Emba lässt dieselbe Reaktion erkennen, und wir fangen an zu lachen.
So setzt sich der Film dann zwar in ähnlicher szenischer Umsetzung fort, aber wird von Szene zu Szene immer witziger und zieht uns in den Bann. Also kann ich mal mit einem Storyüberblick anfangen:
April (gespielt von Katie Holmes, wie ich erst nach einigen Minuten dank ihres wirren Aussehens erkenne) bereitet ein Thanksgiving-Essen gemeinsam mit ihrem Freund für ihre Familie vor. Die Familie wohnt weiter entfernt, April in einer Slum-Gegend New Yorks. Alles um sie ist leicht verkommen, und schnell stellt der Zuschauer fest, dass sie das schwarze Schaf ihrer Familie ist. Die Mutter ist schwer krebskrank, wird bald sterben, kann ihre Tochter absolut nicht ausstehen und erlebt vermutlich ihr letztes Thanksgiving. Die restliche Familie ist ebenfalls mit Ecken und Kanten ausgestattet: Eine altersschwache und debile Oma, ein verpeilter Sohn und eine zickig-arrogant überhebliche andere Tochter.
April hingegen ist trotz des schlechten Verhältnisses zu Ihrer Mutter bemüht, das Essen trotz ihrer Unlust perfekt durchzuziehen. Ihr dazu extra besorgter Riesen-Truthahn wird an jenem Tag zubereitet, und natürlich das ist ihr Hauptproblem: Ihr Ofen geht kaputt, und sie trommelt ihr ganzes Wohnhaus zusammen, ihr doch bitte zu helfen. Natürlich ist das Wohnhaus mit sozialen Randgruppen, Paranoikern, Exzentrikern oder Besserwissen besetzt, die ihr alle nicht helfen wollen.
In der Parallelhandlung erlebt man, wie die Familie zu April fährt, wie sie mit der Krankheit ihrer Mutter umgehen, und was sonst noch alles schiefläuft.
» Vollständiger ArtikelStattdessen wurden wir mit einem Film überrascht, der uns mit den Worten "Keine Ahnung was das ist, nie gehört, könnte so ein holländischer Drogenfilm sein" angekündigt wurde. Und nur von einer einzigen Person im Kinosaal richtig vorausgesagt wurde:
Der Film beginnt mit einer wackelnden Kameraaufnahme. Der erste Gedanke der mir durch den Kopf schießt: "Oh nein, ein pseudokünstlerischer Heimvideo-Film, der die nächsten 100 Minuten mit Alltagsgeschichten und sozialen Konflikten verbringen wird und dabei ganz tierisch nervt". Innerlich sackte ich zusammen, und der Blick herüber zu Emba lässt bei ihr ähnliche Gefühlsregungen vermuten. Man sieht also auf der Leinwand eine Frau mit scheusslicher Pisspott-Frisur im Bett liegen. Neben ihr liegt ein Afro-Amerikaner (ist das politisch korrekt?). Die wackelnde Digital-Kamera schwenkt hin und her zwischen der Frau und dem Mann, wie sie sich unterhalten. Die Frau will nicht aufstehen. Ihr Freund nervt sie, genau das zu tun. Mehrere Filmschnitte verschönern die Szene, und ich sehe meine düstere Vorahnung immer weiter gestärkt.
Auf einmal hüpft der Mann auf dem Bett herum, zwingt die Frau zum Aufstehen und schleppt sie auf einmal schreiend aus dem Bett und stellt sie unter die Dusche, was sie kreischend und genervt wohl nicht gut findet.
Bingo, obwohl ich es überhaupt nicht wollte muss ich anfangen zu schmunzeln. Der Blick herüber zu Emba lässt dieselbe Reaktion erkennen, und wir fangen an zu lachen.
So setzt sich der Film dann zwar in ähnlicher szenischer Umsetzung fort, aber wird von Szene zu Szene immer witziger und zieht uns in den Bann. Also kann ich mal mit einem Storyüberblick anfangen:
April (gespielt von Katie Holmes, wie ich erst nach einigen Minuten dank ihres wirren Aussehens erkenne) bereitet ein Thanksgiving-Essen gemeinsam mit ihrem Freund für ihre Familie vor. Die Familie wohnt weiter entfernt, April in einer Slum-Gegend New Yorks. Alles um sie ist leicht verkommen, und schnell stellt der Zuschauer fest, dass sie das schwarze Schaf ihrer Familie ist. Die Mutter ist schwer krebskrank, wird bald sterben, kann ihre Tochter absolut nicht ausstehen und erlebt vermutlich ihr letztes Thanksgiving. Die restliche Familie ist ebenfalls mit Ecken und Kanten ausgestattet: Eine altersschwache und debile Oma, ein verpeilter Sohn und eine zickig-arrogant überhebliche andere Tochter.
April hingegen ist trotz des schlechten Verhältnisses zu Ihrer Mutter bemüht, das Essen trotz ihrer Unlust perfekt durchzuziehen. Ihr dazu extra besorgter Riesen-Truthahn wird an jenem Tag zubereitet, und natürlich das ist ihr Hauptproblem: Ihr Ofen geht kaputt, und sie trommelt ihr ganzes Wohnhaus zusammen, ihr doch bitte zu helfen. Natürlich ist das Wohnhaus mit sozialen Randgruppen, Paranoikern, Exzentrikern oder Besserwissen besetzt, die ihr alle nicht helfen wollen.
In der Parallelhandlung erlebt man, wie die Familie zu April fährt, wie sie mit der Krankheit ihrer Mutter umgehen, und was sonst noch alles schiefläuft.
Mittwoch, 28. Januar 2004
Film: Lost in Translation
Nach den vielen Ehrungen, Awards und positiven Presseberichten habe ich mich auch gezwungen gefühlt, mir das Meisterwerk Lost in Translation von Sofia Coppola anzusehen.Der Film handelt von einem etwas ausgelaugten und mit der Midlife-Crisis beglückten Schauspieler Bob Harris (Bill Murray), der in Tokyo einen Werbevertrag erfüllt. Mit der Kultur kommt er garnicht zurecht, er langweilt sich in seinem Hotel zu Tode und versteht zudem kein Wort. Da kommt ihm die jung verheiratete Phiosophie-Studentin Charlotte gerade recht, die sich ähnlich gelangweilt fühlt. Ihr Mann, ein Fotograph, hängt die ganze Zeit allein in der Stadt rum um seinen Job auszuführen, was Charlotte in eine erste Lebenskrise stürzt.
Diese Story wird ungefähr so vorgetragen wie sie klingt: Depressiv, trottig, langsam und demotivierend.
Oscar-Nominierungen
Die Nominierungen der Oscars 2004 sind veröffentlicht worden. Ich habe meine persönlichen Favoriten mal fett hervorgehoben, und was ich ungerechtfertigt finden würde kursiv markiert:
» Vollständiger ArtikelFilm: The Recruit / Der Einsatz
Gestern habe ich meine Freizeit mal wieder effektiv in einen Film gesteckt: The Recruit (Deutsch: Der Einsatz).Der Film ist in den USA ziemlich genau vor einem Jahr erschienen, und ich kann mir nicht erklären warum er in Deutschland so lange auf sich hat warten lassen. Immerhin boomt ein Collin Farrell doch auch hierzulande. Zugegebenermaßen sieht er ja ganz nett aus und kann seinen Hundeblick in den Rollen immer ganz gut ausspielen.
Aber zum Film. Der waise James Clayton, ein mittlerweile studierter Computerfreak und seit seinem 14. Lebensjahr auf der Suche nach seinem verschollenen Vater wird von einem CIA-Ausbilder angesprochen. Dieser hat sein aussergewöhnliches Talent erkannt, und nutzt gezielt Clayton's motivierte Suche nach seinem Vater dazu aus, ihn in eine CIA-Ausbildung zu locken. In einem Camp wird er zusammen mit anderen ausgebildet und ständig auf "Nichts ist wie es scheint"-Proben gestellt.
Er scheidet aus dem Training schließlich aus und wird von Burke, dem Chefausbilder, als Super-Sonder-Special Agent rekrutiert, der gegen eine Doppelagentin ermitteln soll.
Man merkt, ab hier wird es verwirrender und verschiedene unklar scheinende Fronten innerhalb der CIA-Zentrale scheinen sich aufzudecken. Zwischen all dem, und seiner Romanze mit der Doppelagenten rangiert nun ein verwirrter Clayton und versucht seine Linie zu finden.
Dienstag, 27. Januar 2004
Far Cry: Eindruck und Multiplayer-Vegetations-Probleme
Samstag, 24. Januar 2004
Film: Once Upon A Time In Mexico
Heute habe ich Once Upon A Time In Mexico (Deutsch: Irgendwann in Mexiko) gesehen, der Nachfolger von El Mariachi und Desperado.Der Tradition vorausgegangener Filme folgend handelt er von einem Hitman, der zwischen sämtliche Fronten unterschiedlichster mexikanischer Fraktionen kommt und in deren Privat-Machtkämpfe gezogen wird. Wobei, diesmal hat El Mariachi (Antionio Banderas) auch seine eigenen privaten Motivationen, in ein Action-Feuerwerk hineingezogen zu werden.
Freitag, 23. Januar 2004
Sneak: School of Rock
Gestern war ich mir zum ersten Mal richtig sicher, was in der Sneak kommen würde. Irgendwie war der Film und der Zeitpunkt prädestiniert, und ich habe mich auch schon auf den Film gefreut. Ursprünglich hätte es mir und Emba auch gereicht, den Film auf DVD zu gucken - aber so war's auch okay.
Zusammen mit Martin und Emba habe ich also folgendes gesehen:
» Vollständiger ArtikelZusammen mit Martin und Emba habe ich also folgendes gesehen:
Dienstag, 20. Januar 2004
Van Helsing Trailer
Lustig. Auf der Suche nach dem Trailer für Van Helsing bin ich auf ein Blog gestoßen, das meine Film-Leidenschaft wohl teilt.
Noch cooler finde ich allerdings, dass mein Blog dort in der "Lesenswert"-Rubrik auftaucht. Wow, dass lässt mein Ego-Herz höher pumpen.
Zum Trailer ist nur zu sagen, dass es nach einem gigantischen Effektfilm aussieht. Hugh Jackmans Frisur sieht selten dämlich aus, die Vampire haben ein wohlgeformtes Mundwerk. Sieht also so aus, als könnte man Sabrina Setlur durchaus sagen lassen: "Let the show begin-äh".
Noch cooler finde ich allerdings, dass mein Blog dort in der "Lesenswert"-Rubrik auftaucht. Wow, dass lässt mein Ego-Herz höher pumpen.

Zum Trailer ist nur zu sagen, dass es nach einem gigantischen Effektfilm aussieht. Hugh Jackmans Frisur sieht selten dämlich aus, die Vampire haben ein wohlgeformtes Mundwerk. Sieht also so aus, als könnte man Sabrina Setlur durchaus sagen lassen: "Let the show begin-äh".
Freitag, 16. Januar 2004
Sneak: Haus der 1000 Leichen
Nach längerer Sneak-Abstinenz bedingt durch Urlaub und Kinofaulheit war es heute mal wieder soweit: Sneak im Bonner Stern. Meine Freunde haben mir durch die Reihe ihre Begleitung zwar mal wieder abgesagt, aber einen gestählten Kinogänger wie mich hindert das ja fast an nichts.
Als ich mich dann allein neben zwei Typen, die sich später in ihrer Rolle als ständig schwatzende und völlig sinnleere Kommentare von sich gebende Volldeppen sehr bestätigten, in die Reihe zwängte, wurde der Film des Abends wie folgt angekündigt:
"Nun, ich glaube der Film wird das Publikum etwas zwiespalten, das ist so ne Art so wie Horror, neee eher Psycho, also eher so In-Your-Face-Psycho. Nunja, ich fand ihn ganz nett - der is auch eigentlich nicht blutig, aber soll recht kurz sein, naja ich hoffe die haben da nicht so viel geschnitten".
Was kam war dann Rob Zombies Film:
» Vollständiger ArtikelAls ich mich dann allein neben zwei Typen, die sich später in ihrer Rolle als ständig schwatzende und völlig sinnleere Kommentare von sich gebende Volldeppen sehr bestätigten, in die Reihe zwängte, wurde der Film des Abends wie folgt angekündigt:
"Nun, ich glaube der Film wird das Publikum etwas zwiespalten, das ist so ne Art so wie Horror, neee eher Psycho, also eher so In-Your-Face-Psycho. Nunja, ich fand ihn ganz nett - der is auch eigentlich nicht blutig, aber soll recht kurz sein, naja ich hoffe die haben da nicht so viel geschnitten".
Was kam war dann Rob Zombies Film:
Donnerstag, 15. Januar 2004
Angel Staffel 5
Jippieh, die Angel Staffel geht in den USofA weiter. Wurde ja auch Zeit nach fast 2 geschlagenen Monaten.
(Seite 2 von 2, insgesamt 13 Einträge)
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