Dienstag, 6. Mai 2008
Iron Man
Tony Stark hat alles, was Mann so braucht: Hübsche Frauen, geekige Technik-Gadgets, gewinnt zahlreiche Preisverleihungen und hat Geld wie Heu. Und Waffen. Eine Menge Waffen.Denn er führt die Firma seines verstorbenen Vaters, Stark Industries, weiter. Diese hat sich der Herstellung intelligenter, explosionskräftiger Waffen verschrieben, heimst dafür diverse USA-Heimatschutz-Preise ein und verkauft die Sprengsätze gen Afghanistan.
Bei einer Präsentation der neuesten Raketen vor Ort geht jedoch etwas gehörig daneben: Tony Stark wird Opfer eines Attentats, bei der ein Bombensplitter sein Herz durchbohren. Haarscharf kratzt er am Tod vorbei und muss nunmehr einen Magneten auf der Brust tragen, damit die Splitter nicht in sein Herz eindringen. Erschwerend kommt hinzu, dass er von Terroristen entführt wurde, um eine Mega-Bombe zu basteln.
Da haben die Terroristen ihre Rechnung jedoch ohne den Erfindungsgeist von Tony gemacht, der die Chance nutzt um einen gigantischen Schutzpanzer zu bauen, der sein Schicksal in ganz neue Wege leiten soll...
Ich habe mir Iron Man relativ unvorbelastet angesehen: Von den Comics war mir nichts bekannt, der Trailerhype im Internet ist an mir vorbeigeschrammt. Perfekte Voraussetzungen also, um sich von diesem Sommer-Blockbuster berieseln zu lassen.
Iron Man fängt mit einer gelungenen Rückblende an, die Tony Stark erstmal als richtigen Arrogant dastehen lässt, die Antipathie des Publikums wird mit lustigem Elementen aufgebaut. Recht schnell folgt schon ein actionlastigerer Teil, bei dem Tony sein erstes Iron-Man-Modell entwirft. Das ist mit viel Detailliebe inszeniert, und nicht wie sonst in Superhelden mit einer Montage aus 2-3 Sequenzen getan. Hier fühlt man sich als Zuschauer wirklich in die Entwicklung der Rüstung involviert und ist gemeinsam mit Tony begeistert über den Fortschritt.
Überhaupt besitzt der Film einen richtig gelungenen Aufbau. Eine ausführliche Einleitung stellt den Charakter Starks vor, man sieht bei seiner glaubhaften Wandlung zum gutmütigen Iron Man langsam zu. Die Feinde werden behutsam aber effektiv etabliert.
Und währenddessen natürlich immer mehr Technik und faszinierende Erfindungen. Starks Labor ist ein einziger Geek-Palast und strotzt vor süßer, künstlicher Intelligenz. Sprechende und agierende Greifarme sind jedenfalls deutlich "oh-wie-sühüß"-Frauenkompatibel.
Zahlreiche Gags versüßen den Film, und die Experimente Starks mit dem verbesserten Schutzanzug erinnern stellenweise an gute alte Spider-Man-Zeiten, in denen neue Fähigkeiten entdeckt werden.
Eigentlich bin ich kein Freund vom koksenden Robert Downey Jr., aber den Charakter des Tony Stark bringt er wirklich treffend rüber. Auch Jeff Bridges mag mit seiner ambivalenten Rolle komplett zu überzeugen, sogar in der relativ gut gelungenen Deutschen Synchronisation. Einzig Gwyneth Palthrow fand ich etwas zu uninspirativ und hausfrauenmäßig. Ihrer Rolle hat mir da deutlich an Dimension gefehlt und schien mir eher als farbloses Eingeständnis zur Frauenwelt, ganz im Sinne von Peter Parkers Mary Jane.
Perfekt sind allerdings sämtliche Effekte rund um die Iron-Man-Suit. Beim An- und Ausziehen fühlt man sich als Zuschauer fast, als wäre man mittendrin. Das gesamte Produktionsdesign ist so stimmig und geekig umgesetzt, dass man jede rotierende Metallscheibe liebhaben möchte.
Kurzum: Iron Man hat alles, was ein Superhelden-Film braucht.
Irgendwo beschrieb der eher unbekannte Regisseur Jon Favreau seinen Film als Mischung aus: RoboCop, Batman Begins und dem Flair von Tom Clancy-Romanen. Und das trifft den Nagel auf den Kopf: Der Film ist eine toll ausgewogene Mischung aus "Alles schonmal dagewesen". Iron Man macht eigentlich nichts falsch, ist perfektes Popkornkino - aber am Ende auch nicht unbedingt mehr als das. Ein tiefgründigerer Charakter wurde schon in Batman Begins gut dargestellt, exzentrische Superhelden gibt's auch nicht selten.
Mit Iron Man wird jeder Freund des Superhelden-Kinos seinen Spaß haben, besonders auf dem Big Screen. Meine uneingeschränkte Empfehlung, und 8 IMDB-Punkte.
Iron Man fängt mit einer gelungenen Rückblende an, die Tony Stark erstmal als richtigen Arrogant dastehen lässt, die Antipathie des Publikums wird mit lustigem Elementen aufgebaut. Recht schnell folgt schon ein actionlastigerer Teil, bei dem Tony sein erstes Iron-Man-Modell entwirft. Das ist mit viel Detailliebe inszeniert, und nicht wie sonst in Superhelden mit einer Montage aus 2-3 Sequenzen getan. Hier fühlt man sich als Zuschauer wirklich in die Entwicklung der Rüstung involviert und ist gemeinsam mit Tony begeistert über den Fortschritt.
Überhaupt besitzt der Film einen richtig gelungenen Aufbau. Eine ausführliche Einleitung stellt den Charakter Starks vor, man sieht bei seiner glaubhaften Wandlung zum gutmütigen Iron Man langsam zu. Die Feinde werden behutsam aber effektiv etabliert.
Und währenddessen natürlich immer mehr Technik und faszinierende Erfindungen. Starks Labor ist ein einziger Geek-Palast und strotzt vor süßer, künstlicher Intelligenz. Sprechende und agierende Greifarme sind jedenfalls deutlich "oh-wie-sühüß"-Frauenkompatibel.
Zahlreiche Gags versüßen den Film, und die Experimente Starks mit dem verbesserten Schutzanzug erinnern stellenweise an gute alte Spider-Man-Zeiten, in denen neue Fähigkeiten entdeckt werden.
Eigentlich bin ich kein Freund vom koksenden Robert Downey Jr., aber den Charakter des Tony Stark bringt er wirklich treffend rüber. Auch Jeff Bridges mag mit seiner ambivalenten Rolle komplett zu überzeugen, sogar in der relativ gut gelungenen Deutschen Synchronisation. Einzig Gwyneth Palthrow fand ich etwas zu uninspirativ und hausfrauenmäßig. Ihrer Rolle hat mir da deutlich an Dimension gefehlt und schien mir eher als farbloses Eingeständnis zur Frauenwelt, ganz im Sinne von Peter Parkers Mary Jane.
Perfekt sind allerdings sämtliche Effekte rund um die Iron-Man-Suit. Beim An- und Ausziehen fühlt man sich als Zuschauer fast, als wäre man mittendrin. Das gesamte Produktionsdesign ist so stimmig und geekig umgesetzt, dass man jede rotierende Metallscheibe liebhaben möchte.
Kurzum: Iron Man hat alles, was ein Superhelden-Film braucht.
Irgendwo beschrieb der eher unbekannte Regisseur Jon Favreau seinen Film als Mischung aus: RoboCop, Batman Begins und dem Flair von Tom Clancy-Romanen. Und das trifft den Nagel auf den Kopf: Der Film ist eine toll ausgewogene Mischung aus "Alles schonmal dagewesen". Iron Man macht eigentlich nichts falsch, ist perfektes Popkornkino - aber am Ende auch nicht unbedingt mehr als das. Ein tiefgründigerer Charakter wurde schon in Batman Begins gut dargestellt, exzentrische Superhelden gibt's auch nicht selten.
Mit Iron Man wird jeder Freund des Superhelden-Kinos seinen Spaß haben, besonders auf dem Big Screen. Meine uneingeschränkte Empfehlung, und 8 IMDB-Punkte.
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Kommentare
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Ich fand den alten recht gut in seiner Rolle.



















